Resort Guide: Verbier (CH)

Teddy Berr

Bei einem Blick aus dem Ort auf die bezuckerten Gipfel lässt sich das Potenzial, das in Verbier und der ganzen Region Les 4 Vallées steckt, schon erahnen. Freerider und Freestyler werden im größten Skiverbund der Schweiz mit einem Komplettprogramm empfangen.

Vielleicht hat es der ein oder andere noch nicht mitbekommen, aber Ver- bier ist nicht nur für Freerider ein Bonbon: 192 Pistenkilometer schlän- geln sich um die Berge – die Gesamtregion kommt auf das Doppelte! Das Gebiet in Verbier erstreckt sich vom Ort auf 1.500 Metern bis zum Gipfel des Mont-Fort auf 3.330 Meter. Dort oben angekommen heißt es die Aussicht genießen. Wer die nötigen Beine aus Stahl eingepackt hat, der braust vom Col des Gentianes über 1.450 Höhenmeter bis nach La Tzoumaz. Les 4 Vallées ist ein Synonym für Abwechslung, denn dank des Verbundsystems sind Abstecher nach Nendaz, Thyon und Savo- leyres nicht nur möglich, sondern Tagesprogramm.

Der Sunrise Park am 2.260 Meter hohen La Chaux hat in Sachen Set-up in den letzten Jahren Aufholjagd betrieben und kann sich inzwischen mit weit bekannteren Freestyle-Arealen messen. Die Shaper bemühen sich: Vier Lines warten darauf, befahren zu werden. Drei davon sind Kicker-Lines und bei der abschließenden Hip braucht man nicht mal auf die Freigabe vom Tower zu warten. In einer parallelen Rails-und-Boxen- Line florieren die Jib-Skills: Eine Gondelkabine, ein Pole Jam, ein S-Rail und ein Kugel-Feature wollen unter anderem geslidet werden. Wem das Set-up nach ein paar Tagen nicht mehr ausreicht, der kann problemlos die Parks der anderen Verbundstäler unsicher machen.

Bei Neuschnee fällt es schwer, sich zu entscheiden, wo man zuerst fahren will: Allein 45 Kilometer Skirouten und Varianten sind in Verbier gesichert. Für Vollblut-Freerider empfiehlt sich die frühmorgendliche Fahrt zum Mont-Fort. Hier lassen sich unterhalb der Gondel beeindru- ckende Lines auf der Vorderseite des Faces ziehen. Kürzer ist der Weg nach La Tzoumaz, wo man den Powder am liebsten wie ein großer Maul- wurf umgraben will. Wenn die Sicht eingeschränkt ist, lohnt der Weg mit Gondel und Bus zum etwas abseits gelegenen Bruson: Mit kurzen Hikes gibt’s hier Tree Runs der Güteklasse A und das Teilgebiet verwandelt sich zum Winter-Wunder-Land.

Am Ende des Tages sucht man sich ein Plätzchen in einer der vie- len Bars von Verbier zum Krafttanken. Nach Einbruch der Dunkelheit dampft alles unterhalb der Médran Talstation bis zum Place Centrale: Im „Pub Mont-Fort“ findet in der Happy Hour zwischen 16 Uhr und 17 Uhr ein feuchtfröhliches Volksfest mit Amis, Briten, Skandis und Russen statt. Zum Essen geht man am besten ins „Le Fer a Cheval“, um bei gutem Essen zu entspannen und die Freeski-Seele baumeln zu lassen. (Franz Langer)

www.verbier.ch

www.mysnowpark.ch

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