SKITEST: SKIS MIT 130 - 132 MILLIMETER BREITE

Teddy Berr

Im Zuge des „Green Light Project“ bringt Amplid eine Öko-Variante des „Lexington“ auf den Markt. Der Ski genießt alle Qualitäten des her- kömmlichen „Lexington“, nur dass er nachhaltig produziert wurde. Mit 130 Millimetern Mittelbreite und nahezu True Twin Shape ist der „Lexington“ das Powder-Tool schlecht- hin. Wer das Backcountry nach Strich und Faden zerjibben will, ist mit dem „Lexington“ sicherlich bes- tens bedient. Außerhalb des Powders sieht die Sache jedoch schon anders aus. Auf hartem Untergrund bei höherem Speed empfanden ihn die Testfahrer als unruhig. Generell ist zu sagen, dass die traditionellen Fahrer beim Testen keinen Spaß mit dem Ski hatten, da er „zu wenig Sicherheit“ vermittele. Die BC-Freestyle-Fraktion wollte ihn dafür gar nicht mehr hergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der „Knife“ vom polnischen Core- Label Majesty war eines der kompromisslosesten Modelle im dies- jährigen Skitest. Mit adipösen Ausmaßen von 130 Millimeter Mittelbreite und einer 165er-Schaufel war die Marschrichtung vorgegeben: ab in den Tiefschnee! Um das komplette Potenzial des „polnischen Powder-Messers“ voll ausschöpfen zu können, fehlte davon leider ein halber Meter. Trotzdem holten die Test-Rider alles aus dem „Knife“, was ging. Bei mittlerem Tempo ließ sich die Planke ohne Probleme durch den Powder manövrieren und war trotz enormer Breite relativ spielerisch zu handlen. Wurde es aber steiler und schneller, wurde der Ski etwas instabil. Auch auf Hardpack und der Piste fühlt sich das Flaggschiff nicht sonderlich wohl – aber das sieht man dem Ski auch an!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Armada erweitert mit dem „Bubba“ ihre sowieso schon vielseitige Palette an Powder-Modellen. Ein Blick genügt, um zu wissen, dass er in den Deep Pow gehört. Dieser Eindruck bestätigte sich bei Kontakt mit dem geliebten Weiß. Im Tiefschnee floatet der „Bubba“ wie Sau und zieht spielerisch seine Turns. Durch den moderaten Flex nimmt er Freestyle-Einlagen dankend an. Gerade bei Butters und Powder 180’s wusste der „Bubba“ zu überzeugen. Auf Hardpack oder der Piste fährt sich der „Bubba“ sehr eigen. Erst hier bemerkten die Tester, dass sie doch recht viel Ski am Fuß hatten. Sie bemängelten, dass der Ski bei Speed das Flattern anfängt und sich die Schaufel gerne mal einfrisst. Hat man sich aber an den 3D Sidecut gewöhnt, lässt sich der „Bubba“ doch ziemlich entspannt carven.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Völkls Freeride-Kampflatte war eines der kontrovers diskutierten Modelle des Tests. Mit 132 Millimetern ist der „Kuro“ der Platzhirsch im Line-up und zog die Tester an wie eine alte Banane die Fruchtfliegen. Eins ist klar: Der „Kuro“ braucht kein Hindernis zu scheuen! Er bügelt einfach alles platt, was sich ihm in den Weg stellt, das bestätigten alle Rider. Kommen wir zu den Gegensätzen. Natürlich ist ein solch fetter Ski schwer im Vergleich zu anderen Modellen. Doch macht ihn das träge? Ein Teil der Tester bejahte diese Frage, der andere Teil fand den „Kuro“ für sein Ausmaße äußerst agil. Diese Agilität konnte er aber nur unter Speed zeigen. Auf welchem Untergrund, war ihm dann jedoch ziemlich egal. Ob du mit dem „Kuro“ fährst oder der „Kuro“ mit dir, liegt letztendlich an dir und deinen Beinen.

 

 

 

 

X

Mehr in Stuff

SKITEST: SKIS MIT 120 - 125 MILLIMETER BREITE

Mehr